Glossar — Fachbegriffe
Willkommen im ewers-Glossar. Hier erklären wir alle wichtigen Begriffe aus der Welt der Nah- und Fernwärme verständlich und praxisnah. Ob Sie Planer, Installateur oder Kommunalvertreter sind – die Begriffe helfen Ihnen, Technik, Produkte und Prozesse besser zu verstehen. Viele Begriffe sind zudem direkt mit unseren Produktseiten oder Wissensartikeln verlinkt.
Fernwärme
Fernwärme versorgt ganze Stadtteile oder Städte über ein weit verzweigtes Wärmenetz. Die Energie stammt häufig aus Kraft-Wärme-Kopplung, Großwärmepumpen oder industrieller Abwärme.
Siehe auch: Fernwärme-Übergabestationen
Fernwärme-Übergabestation
Station für große Wärmenetze (z. B. Stadtwerke oder Industrie). Sie verarbeitet hohe Volumenströme und Temperaturen zuverlässig.
Siehe auch: Fernwärme-Übergabestationen
Förderprogramme / GEG / BEG
Gesetze und Fördermittel, die kommunale Wärmeplanung und energieeffiziente Wärmenetze betreffen.
Siehe auch: Förderung & Gesetzgebung
Hydraulik
Lehre von Strömungen und Druckverhältnissen in Wärmenetzen. Wichtig für stabile Temperaturen und Volumenströme.
Siehe auch: Hydraulik & Netztechnik
Nahwärme
Nahwärme bezeichnet die Versorgung mehrerer Gebäude über ein leitungsgebundenes Wärmenetz auf kurzen Distanzen. Häufig genutzt in Neubaugebieten oder Quartieren.
Siehe auch: Nahwärme-Übergabestationen
Nahwärme-Übergabestation
Eine kompakte Hausstation für kleine bis mittlere Wärmenetze. Sie übernimmt die Wärmeübertragung, Regelung und Messung für Heizung und Warmwasser.
Siehe auch: Unsere Produkte
Primärkreis
Der Primärkreis ist der Teil des Heizsystems, der direkt mit dem Nah- oder Fernwärmenetz verbunden ist. Er transportiert die Wärme vom Netz zur Wärmeübergabestation oder zum Wärmetauscher im Gebäude. Die Temperatur und der Durchfluss im Primärkreis werden gesteuert, um Energie effizient zu nutzen und das Gebäude zuverlässig zu versorgen.
Pufferspeicher
Speichert thermische Energie zwischen, gleicht Lastspitzen aus und sorgt für einen stabilen Betrieb der Wärmeanlage.
Siehe auch: Speichertechnik
Rücklauftemperatur
Die Temperatur des Wassers nach der Wärmeabgabe im Gebäude. Niedrige Rücklauftemperaturen erhöhen die Effizienz des Wärmenetzes.
Siehe auch: Rücklauftemperatur senken – Effizienz steigern
Regelungstechnik
Digitale Regler steuern Vorlauf- und Rücklauftemperatur, Volumenstrom und Warmwasserbereitung. Sie optimieren Energieeinsatz und Effizienz.
Siehe auch: Regelungstechnik
Sekundärkreis
Der Sekundärkreis ist der Teil des Heizsystems, der das Heizungswasser innerhalb des Gebäudes verteilt – also zu Heizkörpern oder Fußbodenheizungen. Er ist vom Primärkreis getrennt, sodass das Netz-Wasser nicht direkt ins Gebäude gelangt. Die Wärme wird über einen Wärmetauscher übertragen, wodurch Sicherheit und Hygiene gewährleistet werden.
Technische Anschlussbedingung (TAB)
Die Technische Anschlussbedingung (TAB) legt fest, wie ein Gebäude fachgerecht an ein Nah- oder Fernwärmenetz angeschlossen wird. Sie definiert z. B. den zulässigen Druck, Temperaturen, Sicherheitsvorschriften und die Einbindung der Wärmeübergabestation. Die TAB ist verbindlich für Installateure und sorgt dafür, dass das Wärmenetz effizient, sicher und zuverlässig betrieben werden kann.
Wärmeübertrager / Wärmetauscher
Ein Wärmeübertrager, auch Wärmetauscher genannt, überträgt Wärme von einem Medium auf ein anderes, ohne dass sich die Flüssigkeiten direkt vermischen. In Nah- und Fernwärmenetzen sorgt er dafür, dass das Heizungswasser im Gebäude warm wird, während das Wasser im Netz getrennt bleibt. Dadurch werden Sicherheit, Hygiene und effiziente Energieübertragung gewährleistet.
Warmwasserbereitung
Methoden der Trinkwassererwärmung in Nah- und Fernwärmesystemen, z. B. direkt über Wärmetauscher oder indirekt über Speicher.
Siehe auch: Trinkwassersysteme
Wohnungsstation
Kompakte Station im Gebäude, die Warmwasser und Heizung an die Wohnung liefert. Optimiert Hygiene, Komfort und Energieeinsatz.
Siehe auch: Wohnungsstationen